Architects of the Year – Herzog & de Meuron

MKM Küppersmühle
© Simon Menges

1978 gründeten Jacques Herzog und Pierre de Meuron (beide 1950 in Basel geboren) in Basel ein Architektenbüro, das heute mit mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und weiteren Standorten in Berlin, München, London, Kopenhagen, Paris, New York, San Francisco und Hongkong zweifellos zu den größten und wichtigsten einflussreichsten in der Welt zählt. Die Partnerschaft ist über die Jahre gewachsen und steht heute unter der gemeinsamen Leitung der beiden Gründungspartner zusammen mit fünf Senior Partners: Christine Binswanger, Ascan Mergenthaler, Stefan Marbach, Esther Zumsteg und Jason Frantzen. Dabei reichen die internationalen Projekte des Büros von spektakulären einzigartigen Bauvorhaben mit riesiger Dimension unterschiedlichen Massstabs über städtebauliche Studien bis hin zu Einfamilienhäusern. Bei etlichen Entwürfen zahlreichen Bauten handelt es sich, neben repräsentativen Unternehmenssitzen, um öffentliche Gebäude wie Museen und Sportarenen, aber auch um Krankenhäuser, Kirchen und Gebäude für Krankenpflege sowie Wissenschaft und Forschung. Zu den bekanntesten Entwürfen von Herzog & de Meuron gehören der Umbau der Tate Gallery of Modern Art in London (Tate Modern) mit dem später erfolgten Erweiterungsbau, die Allianz Arena in München und die Elbphilharmonie in Hamburg. So unterschiedlich und herausfordernd die Projekte, die das international vielfach ausgezeichnete Büro in Angriff nimmt, auch sind, sie alle vereint, dass mit ihnen mutig und visionär Grenzen des Alltäglichen überschritten werden.

Allianz-Arena
© Robert Hösl

Jurybegründung

Herzog & de Meuron haben in den vergangenen Jahrzehnten mit ihren herausragenden Entwürfen, die es inzwischen auf fast allen Kontinenten zu bestaunen gibt, bewiesen, dass sie zu den einflussreichsten Architektinnen und Architekten unserer Zeit gehören. Bis heute gelingt es dem Team immer wieder aufs Neue, Form und Funktionalität zu Ikonen zu vereinen, die international für Aufsehen sorgen. Jüngste Beispiele sind der Erweiterungsbau für das »Museum Küppersmühle für Moderne Kunst«, der 2021 fertiggestellt wurde, und natürlich das ebenfalls 2021 eröffnete »M+«-Museum in Hongkong. Das wie ein auf den Kopf gestelltes »T« anmutende Gebäude hat nach eigener Aussage von Herzog »das Potenzial, das größte Museum für visuelle Kultur in Asien zu werden«. Und auch im Bereich Corporate schafft es das Büro immer wieder, Maßstäbe zu setzen, wie mit dem 2015 fertiggestellten 178 m hohen »Roche-Turm« in Basel, dem 2022 ein zweiter und mit 205 m noch höherer Turm folgen wird. Man darf ohne Zweifel gespannt sein, mit welcher Ikone Herzog & de Meuron als Nächstes von sich reden machen.

Cottbus
© Future Documentation / Erica Overmeer

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