Architects’ Client of the Year – The Bruges Diptych

Jon Lott - The Bruges Dyptich, 2021
© Triënnale Brugge 2021 - Jasper van het Groenewoud

2015 gelang es Brügge, die Triennale zu sich zu holen. Seitdem lädt die UNESCO-Weltkulturerbestadt alle drei Jahre internationale Architektur- und Kunstschaffende dazu ein, den historischen Stadtkern mit temporären Installationen in einen einzigartigen Parcours für zeitgenössische Architektur und Kunst zu verwandeln. Die »Triennale Brügge 2021« stand unter dem übergreifenden Thema »TraumA« und entschied sich damit für einen vielstimmigen Diskurs, der über das offenkundig sichtbare Touristische hinausgeht und auch einen Blick in die eher verborgenen und dunkleren Bereiche einer vielschichtigen Stadt wagt. Ein so mutiger wie faszinierender Ansatz, der in 13 architektonischen bzw. künstlerischen Arbeiten interpretiert wurde. So entstanden an verschiedenen, z. T. auch ungewöhnlichen Locations der Stadt architektonische, skulpturale und organische Kreationen, um sowohl mit ihrer Umgebung als auch den Besucherinnen und Besuchern in Dialog zu treten und dazu einzuladen, das historische Zentrum von Brügge mit seinen Gebäuden, Plätzen, Gassen und Wasserwegen neu zu entdecken und zu erleben.

Jon Lott - The Bruges Dyptich, 2021
© Triënnale Brugge 2021 - Jasper van het Groenewoud

Jurybegründung

Unter den 13 für die »Triennale Brügge 2021« ausgewählten Arbeiten, die im öffentlichen Raum zu bestaunen sind, befindet sich auch der von dem amerikanischen Designer und Architekten Jon Lott stammende Pavillon »The Bruges Diptych«, der mit einer architektonischen Besonderheit überrascht. Denn der komplett aus Holz bestehende und auf Pontons im Kanal errichtete Bau vereint auf hohem gestalterischen Niveau nicht nur historische Architektur mit moderner Formensprache. Vielmehr verlängert er zugleich die Fassade eines historischen Stadthauses optisch quer über den Kanal und faltet sich dabei – wie ein aus zwei Teilen bestehendes Diptychon-Bild – spektakulär in zwei gleiche Fassaden auf. Während dadurch von außen der Eindruck entsteht, es handle sich um zwei Häuser, offenbart sich von innen eine ganz andere Wahrheit. Mit diesem spannenden Spiel zwischen der Welt vor einer Fassade und dem, was sich dahinter verbirgt, gelingt Lott eine intelligent gelöste Interpretation des Triennale-21-Themas »TraumA«. Es sind eben solche einzigartigen Projekte und Installationen wie der von Jon Lott geschaffene Bau, welche die Triennale auf fantastische Art und Weise in den öffentlichen Raum erweitern und dadurch die international vielbeachtete Kunstschau für Besucherinnen und Besucher noch attraktiver und relevanter machen.

Jon Lott - The Bruges Dyptich, 2021
© Triënnale Brugge 2021 - Jasper van het Groenewoud

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